Galgenvögel Allensbach 1963 e.V.
Galgenvögel Allensbach 1963 e.V.

Galgenvögel Allensbach

Die Chronik:

 

Nebelschwaden, kahle Äste, ein schaukelnder Henkerstrick, krächzende schwarze Vögel: die Galgenäcker in Allensbach, Richtstätte der Äbte des Klosters auf der Insel Reichenau!

Die Gerichtsbarkeit ist auf der Insel angesiedelt, es wird dort gerichtet und verurteilt, aber Todesurteile dürfen auf diesem heiligen Boden nicht vollstreckt werden.

Daher werden die zum Tode Verurteilten mit dem Boot auf das Festland nach Allensbach gerudert, wo die Unglücklichen auf den Galgenäckern gehängt werden sollen.

Nur eine winzige Möglichkeit gibt es für die armen Teufel: wenn das Gnadenglöcklein der Insel während der Überfahrt geläutet wird, dann wird der Verurteilte begnadigt und auf freien Fuß gesetzt.

 

Diese Erzählung nahmen 1963 einige Allensbacher auf und gründeten die

 

„Galgenvögel Allensbach“

 

In Anlehnung an die schwarzen Vögel, die Raben, die den Gehängten umflogen, ist schwarz die Grundfarbe des Fasnachtshäses der Galgenvögel. Bunte, weite Flügel, bilden einen farbigen Kontrast zu der schwarzen knielangen Hose, den schwarzen Strümpfen und Handschuhen. Glanzstück ist die handgeschnitze Holzmaske mit dem ausgeprägten gelben Schnabel und dem feuerroten Kamm.

 

 

Unser Verein:

Nicht nur an Fasnacht, auch unter dem Jahr ist unsere Gruppe aktiv und unterwegs. So findet jährlich unser Familien-Hüttenwochenende statt, wir feiern Sommerfeste und richten am 1. Mai die schon traditionelle Bewirtung am Eichelrain aus.

 

 

Anmerkung:

Diese Überlieferung soll dem See seinen Namen "Gnadensee" gegeben haben.

Auch heute noch besteht im Ostteil von Allensbach das Gebiet der Galgenäcker.

In einem Brauchtumsstück der Galgenvögel, welches wir zu besonderen Anlässen aufführen, wird die wundersame Verwandlung vom gehängten Sträfling in einen bunten flatternden Galgenvogel eindrucksvoll dargestellt.





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